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Neustrukturierung-
und Ausstattungsoptimierung 2004
Geräteausstattung:
Röntgen:
2 Uroskop Access
Es stehen auf der Uroradiologie weltweit erstmalig zwei neue konventionelle
Röntgengeräte seit August 2004 im Einsatz. Dabei handelt es
sich um das Modell Uroskop Access (Siemens, Erlangen) welches für
konventionelle Abdomenaufnahmen, Ausscheidungsurographien, MCUGs, RCGs,
retrograde Urethrographien und Zystographien, urodynamische Untersuchungen,
sowie für alle uroradiologischen Interventionen verwendet wird.
Diese Röntgengeräte sind auf dem neuestem Stand bzgl. Strahlenschutz,
da dies ein immer wichtigeres Thema darstellt, insbesonders für
die Untersuchung von Kindern. Da die Uroradiologie auch der Kooperationspartner
für die klinische Abteilung für Kinderurologie ist, haben
die Untersuchungen an Kindern deutlich zugenommen und die Reduzierung
der Strahlendosis bei hervorragender Bildqualität stellte eines
der primären Ziele für die Neuanschaffung dieser Röntgengeräte
dar. Durch die intermittierende („gepulste“) Durchleuchtung
kann diese Dosisreduktion erreicht werden.
Weiters besitzen diese Geräte eine PatientIn- und Untersucher-optimierte
Ergometrie, welche z.B.: eine ungehinderten beidseitigen Zugang zum
PatientIn ermöglicht.
Die Röntgengeräte sind komplett digitale Systeme, sodass die
Uroradiologie nun ein „Röntgenfilm-freier“ Bereich
geworden ist. Dies verbessert deutlich den Datentransfer und ist außerdem
kostensparend.
Sonographie:
2 Acuson Sequoia 512, 1 Hitachi 8500 EUB, 1 B&K Hawk, 1 GE Voluson
730 (Teilnutzung)
Die Sonographie stellt das bildgebende Verfahren der ersten Wahl in
der Abklärung des Urogenitaltraktes dar. Diese Methode ist strahlenfrei,
rasch verfügbar, mobil, und beliebig of wiederholbar. Durch neue
Technologien wie Ultraschallkontrastmittel (sog. „Echosignalverstärker“),
Panoramabilddarstellung, 3/4D und die Elastographie kann das diagnostische
Potenzial deutlich gesteigert werden.
3 Sonographiegeräte besitzen eine Kontrastmittelsoftware. Durch
die Applikation von Ultraschallkontrastmittel kann z.B.: die Nierenperfusion
genau beurteilt werden, wodurch weiterführende Untersuchungen wie
eine CT erspart werden können. Weiters wird die Kontrastmittelsonographie
zur Prostatabiopsie bereits routinemäßig eingesetzt, wodurch
die Prostatatkarzinomdetektionsrate deutlich gesteigert werden konnte.
Weitere Anwendungen sind die Beurteilung der Blasen-, Hoden- und der
Penisdurchblutung.
Die 3/4D Sonographie ermöglicht eine rasche Bilddatenakquisition
und eine multiplanare Darstellung der untersuchten Organe, welche wertvolle
Zusatzinformation liefert. 3 Sonographiegeräte besitzen eine 3D
und das Voluson 730 eine 3/4D Funktion.
Eine völlig neue Technologie stellt die Elastographie dar. Dabei
wird die Gewebehärte mittels Ultraschall bestimmt. Auf der Uroradiologie
stehen weltweit einmalig 2 Sonographiegeräte, welche eine Elastographieoption
besitzen. Dieses Verfahren hat ein sehr großes Potenzial in der
Tumorerkennung, wie z.B.: beim Prostatakarzinom. Weiters besitzt das
Hitachi 8500 eine Bildfusionstechnologie, wo 3D CT oder MRT Datensätze
eingespielt werden können und dann mittels Positionssensoren eine
sonographische Intervention in Echtzeit - basierend auf CT oder MRT
Daten – durchgeführt werden kann. Die Bildfusionstechnologie
stellt einen ganz wesentlichen Zukunftsaspekt für die Bildgebung
dar.
Die endoluminale Sonographie ist ein weiterer Schwerpunkt der Uroradiologie
in der Abklärung der Harninkontinenz. Diese Methode wird mittels
sehr dünnen Minisonden (2-3 mm) durchgeführt und ermöglicht
eine exakte Darstellung des Harnröhrenschließmuskels, welcher
ein ganz wichtiger Bestandteil des Kontinenzmechanismus ist. Dieses
Verfahren hat ganz neue Erkenntnisse in der Diagnostik und Therapie
gebracht, und wird an der Uroradiologie bereits routinemäßig
eingesetzt. Weiters dient dieses Verfahren zur gezielten Injektion von
Stammzellen in den Harnröhrenschließmuskel. Dieses weltweit
einzigartige Verfahren wird derzeit nur an der Univ. Klinik für
Urologie Innsbruck durchgeführt.
Eine relativ neue Technik ist die laparoskopische Sonographie, welche
die Möglichkeiten dieser minimal invasiven Technik noch steigern
kann. Die laparoskopische Sonographie steht an der Uroradiologie erstmals
mit Jänner 2005 zur Verfügung.
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