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Technische Standards in der Telemedizin

Seit den frühen 90igern wurde das DICOM-Format als das Standardformat für medizinische Bilddaten etabliert. Damit ist es heute möglich geworden Bilddaten und Patientendaten von Geräten der verschiedensten Hersteller gemeinsam an ein und derselbem Bildbetrachtungsgerät zu befunden.

Im Gegensatz zu früheren Zeiten, wo diese Formate zum Teil noch streng gehütete Firmengeheimnisse waren, muß heute jeder Hersteller im bildgebenden Verfahren das DICOM Format mitanbieten, um den Austausch von digitalen Daten im großen Umfang jederzeit zu ermöglichen.

Es soll hier aber nicht verheimlicht werden, dass der Anspruch der problemlosen Interoperabilität der verschiedenen Systeme in der Realität noch nicht umgesetzt wurde.

Was die Rahmenbedingungen für ein logische österreichische Gesundheitsnetz angeht, hat die STRING-Kommision im April 1998 das sogenannte MAGDA-LENA-Papier herausgegeben (http://www.akh-wien.ac.at/STRING/MAGDA-LENA.html).

Auch die Diskussion über EDIFACT bzw. HL7 als allgemeines Datenformat in medizinischen Informationssystemen ist in Österreich derzeit noch in vollem Gange. In absehbarer Zeit werden vorerst beide Formate überleben.

Was die Übermittlung der Daten zwischen zwei bzw. mehreren Orten betrifft, so ist die Etablierung von krankenhausinternen Netzwerken der verschiedensten Leistungsklassen heutzutage bereits voll im Gange. 10/100-Mbit/Gigabit-Ethernet sowie ATM-Netze werden derzeit überall ausgebaut.
Auf diese Netzwerke kann dann bei der Realisierung von telemedizinischen Anwendungen zurückgegriffen werden. So können CT-Bilddaten von einem neurologischen Notfallpatienten in das krankenhausinterne Netzwerk eingespeist werden. Von dort aus können sie dann einem zentralen Kommunikationsserver zugewiesen werden, von dem die Chiffrierung und der Versand der digitalen Daten erfolgt.

siehe auch: Lösungsansätze für Teleradiologieprojekte

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