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Kosten und Kostenstruktur eines telemedizinischen Projekts

Die Kostenstruktur bei telemedizinischen Projekten läßt sich nach der Roland Berger Studie (http://www.rolandberger.com) von Januar 1998 in folgende Bereiche gliedern:

  1. Technologiekosten
  2. Implementierungskosten
  3. Entwicklungs- und Einführungskosten

Folgende Faktoren beeinflussen die Kosten eines telemedizinischen Projektes:

  1. Die Ausbaustufe des KIS (Krankenhausinformationssystem) des Spitals bzw. der Facharztpraxis
  2. Datenvolumen der zu übertragenden Daten (kbyte, MByte oder gar GByte?)
  3. die mehr oder weniger tief verzweigten Zugriffs- und Identifizierungsstruktur des Zugriffssystems.

Viele Mitarbeiter, viele Fachgebiete und viele unterschiedliche Zugriffsberechtigungen erfordern dementsprechend hohen administrativen und programmtechnischen Aufwand und verursachen somit höhere Kosten.

Nachträgliche Nichterweiterbarkeit
durch Inkompatibilitäten oder zu geringe Netzwerkkapazitäten steigern die Kosten und Unzufriedenheit der Anwender sehr rasch und lassen die Telemedizinische Anwendung inattraktiv und finanziell ineffizient werden.

Die österreichweite Etablierung von krankenhausinternen Netzwerken zum Management der medizinischen Daten der Patienten ist derzeit im vollen Gange.
Dies senkt natürlich die Realisierungkosten eines telemedizinischen Projektes gewaltig, da die wesentlichen Kosten für die Infrastruktur heutzutage im Gegensatz zu früheren Projekten wegfallen.

Über die wirtschaftliche Effizienz von Telemedizinprojekten existieren heute noch zu wenige Daten. Das Landespilotprojekt soll hier wesentliche Aufschlüsse für den Einsatz dieses Produktes im Alltagseinsatz liefern.

Erschwert wird eine solche Beurteilung dadurch, daß sich eine komplexe Technologie wie die Telemedizin in viele verschiedene medizinische und technische Fachbereiche erstreckt. Die wirtschaftliche Effizienz wurde bisher hauptsächlich an der Ersparnis von Patiententransportkosten gemessen. Auch der Entfall ärztlicher Reisezeit und -kosten bei telemedizinischer Konsiliartätigkeit können telemedizinische Projekte rechtfertigen.

Wie weit diese Technologie an der Rettung von Menschenleben in der Notfallmedizin beteiligt sein kann oder durch eine raschere Diagnosestellung zu besseren Heilungschancen und kürzeren Krankenhausaufenthalten führen kann und somit Kosten einsparen hilft, wurde bisher nur in Einzelfällen beschrieben und nicht umfassend evaluiert.

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