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Rheumatologische und sportmedizinische Bildgebung
Radiologie II, Medizinische Universität Innsbruck
Anichstrasse 35
6020 Innsbruck, Austria
Terminvergabe: 0043-512-504-27112
Univ.-Doz. Dr. Andrea Klauser
Tel: 0043-512-504-27088
Fax: 0043-512-504-24029
Mobil: 0043-512-504-81923
Email an Doz. Klauser

Erkrankungen des Bewegungsapparates betreffen einen immer größer werdenden Anteil der Bevölkerung. In den USA erkrankten im Jahre 1992 62.4%, 1994 bereits 70.5% der 51 bis 61-Jährigen am Bewegungsapparat.
Etwa 5% der Bevölkerung leidet an einer chronisch entzündlich-rheumatischen Erkrankung, die oft mit Arbeitsunfähigkeit, hoher Co-Morbidität und erhöhter Mortalität einhergehen. Für Patienten mit rheumatoider Arthritis (= chronischer Polyarthritis) aus ländlichen Gebieten wird angenommen, daß bei diesen die Entzündungsaktivität und dadurch krankheitsbedingte Berufsunfähigkeit bisher unterschätzt worden sein dürfte.
Die sozioökonomische Bedeutung von Erkrankungen des Bewegungsapparates wird als vergleichbar derjenigen von Tumoren oder schweren kardialen Erkrankungen eingeschätzt.
Die funktionelle Bildgebung (Magnetresonanz, Szintigraphie, Ultraschall) ermöglicht Aussagen hinsichtlich Entzündungsaktivität früher als Veränderungen im konventionellem Röntgen erkannt werden können. Insbesondere die Sonographie eignet sich zur Frühdiagnostik, da sie einerseits eine hervorragende Aussagekraft durch ihre hohe Auflösung (<1mm) aufweist, andererseits gut verfügbar ist, niederere Kosten verursacht und zudem auch bekannt ist als eine für den Patienten relativ angenehme und weiters auch wenig belastende Untersuchung.
Neben der Früherkennung einer Erkrankung des rheumatischen Formenkreises ist bei erstellter Diagnose und eingeleiteter Therapie eine Therapieverlaufskontrolle hinsichtlich Aktivitätsabnahme wichtig. Angestrebtes Ziel einer effizienten Therapie – ist nach Möglichkeit die Vollremission. Sensitive Bildgebung mit Darstellung der Aktivitätsabnahme kann ein erfolgreiches Therapieregime bestätigen.
Dazu ist anzumerken, daß die Sonographie deutlich sensitiver als das Röntgen und die kontrastmittelunterstützte Sonographie deutlich sensitiver als die normale Sonographie ist. (Klauser A et al 2002: Arthritis Rheum).
Der Bedarf an rheumatologischer Bildgebung wird durch neue Therapieoptionen zunehmend wichtiger. Diese umfasst in erster Linie Röntgen und Sonographie, weiters Magnetresonanztomographie, Computertomographie, und die nuklearmedizinische Bildgebung.

An der Rheumaambulanz wurden im Vergleich zu 1998 im Jahr 2002 etwa um ein Viertel mehr Patienten betreut (24,4 %), was infolge auch einen vermehrten Bedarf an rheumatologischer Bildgebung mit sich bringt. Mittels der Aussagekraft der Sonographie können Befunde rasch im Sinne einer interdisziplinären Zusammenarbeit ermöglicht werden.

 
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  30.09.2009