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Patienteninformation Brustultraschall

Mammographie (Abteilung für Mammographie: OA Dr. Thomas Frede)


Was ist Brust-Ultraschall?
Ultraschall ist eine Untersuchungsmethode, bei der Schallwellen mittels eines Schallkopfes in den Körper gesendet werden. Das dickflüssige Gel verhindert, dass der Schall von der Aussenhaut reflektiert wird. Die aus dem Körper reflektierten Schallwellen werden dann vom gleichen Gerät empfangen und ein Bild damit erzeugt. Je höher die Schallfrequenz, desto feiner werden die Bilder, jedoch ist gleichzeitig die Eindringtiefe vermindert. In der Brust kann man mit 10 bis 13 MHz Schallwellen arbeiten, da diese bis etwa 6 Zentimeter Tiefe brauchbar sind.

Warum hat bei meiner letzten Mammographie der Radiologe noch einen Brustultraschall (Sonographie) durchgeführt?
Wenn bei der Mammographie irgendetwas Fragliches gesehen wird, z.B. ein Knoten, kann man mit dem Ultraschall oft zusätzliche Information bekommen. Insbesondere können oft belanglose Zysten (mit Flüssigkeit gefüllte Taschen) von echten Tumoren unterschieden werden.
Auch ohne fraglichen Befund der Mammographie wird oft der Ultraschall als zusätzliche Sicherung, insbesonders bei dichterem Gewebe, durchgeführt.

Dann könnte ich ja auf die Mammographie verzichten!
Nein! Nur ein Teil der in der Mammographie erhobenen verdächtigen Befunde sind im Ultraschall sichtbar. Ultraschall der Brust dient hauptsächlich zur zusätzlichen Abkärung dieser Befunde.

ULTRASCHALL KANN DIE MAMMOGRAPHIE NICHT ERSETZEN!

Was ist eine atypische Zyste?
Wenn im Ultraschall eine Zyste nicht eindeutig als solche zu erkennen ist, kann man sie unter Ultraschallkontrolle mit einer Nadel anstechen und versuchen, die Flüssigkeit abzusaugen. Ist dies möglich, wird die entnommene Flüssigkeit durch ein wenig Luft ersetzt und noch eine Mammographie gemacht. Die Flüssigkeit wird normalerweise auch noch untersucht. Sollte man keine Flüssigkeit erhalten, ist es möglich, daß es sich um einen Tumor handelt. In so einem Fall kann eine Stanzbiopsie durchgeführt werden.

Was ist eine Stanzbiopsie?
Bei der Stanzbiopsie wird mittels einer besonderen mechanischen Nadel eine Gewebsprobe entnommen. Die Untersuchung erfolgt meist ambulant und wird nach Lokalbetäubung (wie beim Zahnarzt) entweder mit Ultraschallführung oder in der Stereotaxie vorgenommen. Die mindestens drei entnommenen Gewebszylinder werden fast immer im Schnellschnittverfahren untersucht. In etwa 95% der Fälle können wir Ihnen dann innerhalb einer halben Stunde sagen, ob der Tumor gut- oder bösartig ist. Sollte es sich um einen Brustkrebs handeln, können wir, wenn Sie es wünschen, eine sofortige Vorstellung bei der Brustambulanz arrangieren.
Der Befund und die Resultate werden automatisch an Ihren Zuweiser geschickt und eine zusätzliche Kopie an Ihren Radiologen, wenn es sich um eine Konsiliaruntersuchung (Zweitmeinung) handelt.



Weitere Fragen und Anregungen richten Sie bitte an Dr. Thomas Frede.


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08.05.2008