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Patienteninformation Mammographie

 



Was ist eine Mammographie?
Die Mammographie ist eine Röntgenuntersuchung der Brust. Die Untersuchung muß mit einem eigens dafür entwickelten Röntgenapparat durchgeführt werden, der mit einer besonders niedrigen Strahlendosis arbeitet. Normalerweise werden mindestens zwei Aufnahmen (eine von oben und eine schräg von der Seite) von jeder Brust angefertigt.
Die Röntgenassistentin, die die Untersuchung durchführt, prüft, ob die Qualität der Bilder gut ist. Beurteilt werden muß die Untersuchung von einem Radiologen, auch Röntgenologen genannt. Er/Sie ist ein Facharzt, der besonders zur Durchführung und Beurteilung von Röntgenuntersuchungen ausgebildet ist.

Warum muß ich eine Mammographie machen lassen?
Mammographie ist die Untersuchung, die am ehesten einen Brustkrebs früh erkennen läßt, oft lange bevor er tastbar ist. Bei Früherkennung sind die meisten Fälle von Brustkrebs bei den heutigen Behandlungsmethoden heilbar.

Wie gefährlich ist eine Mammographie?
Bei der modernen Mammographie ist die Strahlenbelastung extrem klein. Die Ganzkörper-Strahlenbelastung ist bei einem Flug in die USA größer als die Strahlenbelastung bei einer Mammographie. Man hat errechnet, daß bei 1,000,000 Untersuchungen eventuell ein bis zwei Brustkrebserkrankungen hervorgerufen werden könnten. Dagegengestellt ist das Risiko, daß jede 9. Frau während ihres Lebens Brustkrebs entwickeln wird.

DIE GRÖSSTE GEFAHR IST DIE,
KEINE MAMMOGRAPHIE MACHEN ZU LASSEN!

Wo sollte ich meine Mammographie machen lassen?
Sämtliche niedergelassene Radiologen und Krankenhäuser in Tirol haben moderne Niederdosis-Mammographieapparate und machen exzellente Mammographien.

Wie sollte ich mich für die Mammographie vorbereiten?
Die Routine-Mammographie wird am besten etwa 1 Woche nach der Regel vorgenommen, da sie dann weniger unangenehm ist (bei Problemen jedoch sofort machen lassen). Benutzen Sie keine Deopuder oder zinkhaltige Sprays, da diese zu Artefaken auf der Mammographie führen können.
Wenn Sie Mammographiebilder von Voruntersuchungen haben, nehmen Sie diese bitte alle mit, da sie wichtig für Vergleichszwecke sind (gegebenenfalls auch von einem anderen Radiologen oder einer anderer Röntgenabteilung abholen oder anfordern).

Meine Freundin hat gesagt, daß ihre Mammographie sehr weh getan hat. Warum?
Eine korrekt durchgeführte Mammographie ist unangenehm, aber fast nie schmerzhaft! Bei der Mammographie muß die Brust vorsichtig zwischen zwei Platten so fest wie erträglich komprimiert werden. Je besser die Kompression, desto dünner ist die Gewebeschicht. Dadurch wird mit weniger Strahlung ein besseres Bild erzeugt.

Wie kann ich mich am besten vor Brustkrebs schützen?
Da es heute keine bekannten Vorbeugungsmaßnahmen gegen den Brustkrebs gibt, ist Früherkennung und dadurch rechtzeitige Behandlung (meist Heilung) die einzige Möglichkeit.

1. Jede Frau sollte ab der Pubertät monatlich kurz nach der Periode die Brüste selbst untersuchen. Dabei sollte man sich erst stehend vor dem Spiegel betrachten, dann abtasten, am besten stehend in der Dusche mit eingeseiftem Körper und anschließend liegend im Bett. Falls Sie nicht wissen wie, sind die meisten Haus- und Frauenärzte gerne bereit, Sie darin zu unterrichten.
Wenn Sie bei der Untersuchung etwas Abnormales spüren, SOFORT ihren Arzt aufsuchen.

2. Jede Frau sollte ab der Pubertät jährlich ihren Frauenarzt aufsuchen, der im Rahmen der Routineuntersuchung auch die Brüste auf Knoten abtasten sollte.

3. Nach den jüngsten statistischen Untersuchungen aus Schweden und Amerika, sowie unserer Statistik glauben wir, daß sich jede Frau ab dem 35. Lebensjahr jährlich einer Mammographie unterziehen sollte.

Wann sollte ich eine Mammographie machen lassen?
Dazu gibt es eigentlich zwei Antworten!
Wenn Sie Brustbeschwerden haben, z.B. eine Verhärtung oder Knoten spüren, Flüssigkeit aus der Brustwarze austritt oder zyklusunabhängige Schmerzen verspüren, sollten Sie sofort Ihren Hausarzt oder Frauenarzt aufsuchen, der Sie wahrscheinlich zur “Problem-orientierten Mammographie” zum Radiologen schicken wird. Er/Sie wird die üblichen Bilder machen und eventuell zusätzliche Zielaufnahmen und Brustultraschall durchführen. Wenn Sie unter 30 Jahre alt sind, wird wahrscheinlich zuerst ein Brustultraschall vorgenommen. Falls die Beschwerden durch diese Untersuchung abgeklärt werden können, wird keine Mammographie gemacht.
Wenn Sie keine Brustbeschwerden haben, wird ihr Arzt Sie zur “Vorsorgemammographie” (engl. screening) schicken.

Was ist eine Screening Mammographie?
“Screening” kommt aus dem Englischen und bedeutet “Aussieben”. Jede Untersuchung, die routinemäßig bei anscheinend gesunden Personen durchgeführt wird, um frühzeitig abnormale Befunde aufzudecken, ist eine “screening” Untersuchung.
Der jährliche Krebsabstrich des Muttermundes, der seit vielen Jahren universell durchgeführt wird, hat diese Krebsart zur Seltenheit werden lassen. Eine gute Vorsorge wird auch dem Brustkrebs Einhalt gebieten.

Meine Mutter hat Brustkrebs. Soll ich etwas Zusätzliches machen?
Wenn Ihre Mutter, Schwester oder Tochter VOR dem Wechsel (Klimakterium) Brustkrebs entwickelt hat, haben Sie ein etwas höheres Risiko. Sie sollten etwa 5 Jahre vor dem Alter des Auftretens bei der Betroffenen mit der Vorsorgemammographie beginnen. z.B. wenn die Mutter 36 Jahre alt war, fangen Sie mit 31 Jahren an.

ANSONSTEN IST DER EINZIGE SIGNIFIKANTE RISIKOFAKTOR:

FRAU-SEIN


Weitere Fragen und Anregungen richten Sie bitte an Dr. Thomas Frede.


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08.05.2008