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Patienteninformation
| Mammographie (Abteilung für
Mammographie: OA Dr. Thomas Frede)
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Was
ist eine Mammographie?
Mammographie ist
eine Röntgenuntersuchung der Brust. Die Untersuchung muß
mit einem eigens dafür entwickelten Röntgenapparat
durchgeführt werden, der mit einer besonders niedrigen Strahlendosis
arbeitet. Normalerweise werden mindestens zwei Aufnahmen jeder Brust
angefertigt (eine von oben und eine schräg von der Seite).
Meine Freundin hat gesagt, daß ihre Mammographie sehr weh getan
hat.
Warum?
Eine korrekt
durchgeführte Mammographie ist unangenehm, aber fast nie schmerzhaft!
Bei der Mammographie muß die Brust vorsichtig zwischen zwei Platten
so fest wie erträglich komprimiert werden. Je besser
die Kompression, desto dünner ist die Gewebeschicht. Dadurch wird
mit weniger Strahlung ein besseres Bild erzeugt.
Wie gefährlich
ist eine Mammographie?
Bei der modernen Mammographie
ist die Strahlenbelastung extrem klein. Der ganze Körper bekommt
mehr Bestrahlung, wenn man mit dem Flugzeug in die USA fliegt, als die
Brust bei einer Mammographie abbekommt. Man hat errechnet, daß
bei 1,000,000 Untersuchungen eventuell ein bis zwei Brustkrebserkrankungen
hervorgerufen werden könnten. Demgegenüber besteht das Risiko,
daß jede zehnte Frau während ihres Lebens Brustkrebs bekommen
wird.
Die
größte Gefahr ist die, keine Mammographie machen zu lassen!
Wer schaut meine
Mammographie an?
Die Röntgenassistentin,
die die Untersuchung durchführt, prüft, ob die Qualität
der Bilder gut ist. Beurteilt werden sollten die Untersuchung von einem
Radiologen, auch Röntgenologen genannt. Er/sie ist ein Facharzt,
der besonders zur Durchführung und Beurteilung von Röntgenuntersuchungen
ausgebildet ist.
Warum hat bei meiner letzten
Mammographie der Radiologe noch ein Brust-Ultraschall (Sonographie)
durchgeführt?
Wenn bei der Mammographie
irgendetwas fragliches gesehen wird, z.B. ein Knoten, kann man mit dem
Ultraschall oft zusätzliche Information bekommen. Insbesondere
können belanglose Zysten (mit Flüssigkeit gefüllte Taschen)
von echten Tumoren unterschieden werden.
Warum muß
ich eine Mammographie machen lassen?
Mammographie ist die Untersuchung,
die am ehesten einen Brustkrebs früh erkennen läßt,
oft lange bevor er tastbar ist.Bei Früherkennung
sind die meisten Fälle von Brustkrebs bei den heutigen Behandlungsmethoden
heilbar.
Die größte Gefahr
ist die, keine Mammographie machen zu lassen!
Wann sollte ich eine Mammographie machen lassen?
Dazu gibt es eigendlich
zwei Antworten! Wenn Sie Brustbeschwerden haben, z.B. eine Verhärtung
oder Knoten spüren, Flüssigkeit von der Brustwarze austritt,
oder dauernde Schmerzen verspüren, sollten Sie sofort Ihren Hausarzt
oder Frauenarzt aufsuchen, der Sie wahrscheinlich zur "Diagnostischen
Mammographie" zum Radiologen schicken wird. Er/sie wird die
üblichen Bilder machen und eventuell zusätzliche Zielaufnahmen
und Brustultraschall durchführen. Wenn Sie unter 30 Jahre
alt sind, wird wahrscheinlich der Brustultraschall zuerst vorgenommen
und, wenn die Beschwerden erklärt werden können, keine Mammographie
gemacht.
Wenn Sie keine Brustbeschwerden
haben, wird ihr Arzt Sie als Vorsorge zur routinemäßigen
"Screening Mammographie" schicken.
Was ist eine
"Screening Mammographie"?
"Screening"
kommt aus dem Englischen und bedeutet "Aussieben". Jede Untersuchung,
die routinemäßig bei anscheinend gesunden Personen durchgeführt
wird, um frühzeitig abnormale Befunde aufzudecken, ist eine "screening"
Untersuchung. Der jährliche Krebsabstrich des Cervix, der seit
vielen Jahren universell durchgeführt wird, hat diese Krebsart
zur Seltenheit werden lassen. Ein gutes "screening" Programm
wird auch dem Brustkrebs Einhalt gewähren.
Wie kann ich
mich ab besten vor Brustkrebs schützen?
1. Jede
Frau sollte ab der Pubertät monatlich kurz nach der Periode die
Brüste selbst untersuchen. Dabei sollte man sich erst stehend vor
dem Spiegel betrachten, dann abtasten, am besten stehend in der Dusche
mit eingeseiften Körper, und anschließend liegend im Bett.
Falls Sie nicht wissen, wie, sind die meisten Haus- und Frauenärzte
gerne bereit, Sie darin zu unterrichten. Wenn Sie bei der Untersuchung
etwas abnormales spüren, SOFORT ihren Arzt aufsuchen.
2. Jede Frau sollte ab
der Pubertät jährlich ihren Frauenarzt aufsuchen, der im Rahmen
der Routineuntersuchung auch die Brüste auf Knoten abtasten sollte.
3. Nach dem jüngsten
statistischen Untersuchungen aus Schweden und Amerika sollte sich jede
Frau ab dem 35. bis 40. Lebensjahr jährlich einer
Mammographie unterziehen.
Meine Mutter hat
Brustkrebs. Soll ich etwas zusätzliches machen?
Wenn Ihre Mutter, Schwester
oder Tante VOR dem Wechsel Brustkrebs entwickelt hat,
haben Sie ein etwas höheres Risiko und sollten etwa 5 Jahre vor
dem Alter des Auftretens bei der Verwandten mit der routinemäßigen
Mammographie beginnen.
Beispiel: wenn die Mutter
36 Jahre alt war, fangen Sie mit 31 Jahren an.
Ansonsten ist der einzige signifikante
Risikofaktor: Frau sein.
Weitere Fragen und Anregungen richtigen
Sie bitte an Dr. Thomas Frede.
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